Gendern vs. Suchmaschinenoptimierung:

Wie beeinflussen Gender-Sternchen, -Doppelpunkt und Co. die Suchmaschinenoptimierung und das Ranking deiner Texte?

Ich gebe zu. Lange habe ich mich gegen das Gendern gesperrt. Doch mittlerweile benutze auch ich in meinen Texten das Gendersternchen. Irgendwie sah ich zwar das Bedürfnis nach dem Sternchen. Erkannte aber den Bedarf dahinter nicht. Das lag und liegt wohl daran, dass ich ein offenherziger Mensch bin und vorbehaltlos auf Menschen zugehe – ganz egal welchem Geschlecht, welcher Nationalität oder welcher Glaubensrichtung sie angehören. Ich bin neugierig, auf neue Menschen mit neuen Geschichten.

Mein persönlicher Umgang damit

Hinzukommt, dass ich mich aufgrund meines weiblichen Geschlechts nie benachteiligt gefühlt habe. Ich habe immer erreicht, was ich wollte. Habe meine Träume und Ideen verwirklichen können, habe mich durchgesetzt und tatsächlich nicht selten unter Männern wohler gefühlt als unter Frauen. Männer sind nicht so kompliziert und auch nicht so stutenbissig. Sorry meine lieben Geschlechtsgenossinnen, ich mag euch alle auch. Seht es mir bitte nach, aber das sind einfach meine Erfahrungen.

Irgendwann habe ich mich dann doch dazu entschlossen, es dem Mainstream gleich zu tun und zu gendern. Schließlich hat Sprache macht und wenn wir sie nutzen können, um eine Einstellung noch klarer hervorzuheben, dann bin ich dabei. Also benutze ich seit einiger Zeit das Sternchen und schreiben nicht mehr von meinen Lesern, sondern von meinen Leser*innen. Dabei versuche ich konsequent zu sein. Soll bedeuten ich gendere auch in meinen E-Mails und in meine Social-Media-Kommentaren.

Leider bin ich nicht immer so ganz konsequent, weil mir immer noch der Texter leichter von der Hand in die Tastatur geht als die Texterin, weil ich immer noch von meinen Freunden rede und damit alle – Männlein wie Weiblein – meine, aber nun von Freund*innen schreiben soll. Daraus wird schon ersichtlich, dass es sich für mich immer noch von außen auferlegt anfühlt und nicht wirklich von innen kommt. Dabei halte ich das Gendern – und das sage ich noch einmal – durchaus für sinnvoll, denn Sprache hat Macht und die sollten wir nutzen – im positiven Sinne.

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Was bedeutet gendern eigentlich?

Gendern (engl. Gender = Geschlecht) steht für

  • Geschlechterbewusstsein,
  • die Betrachtung einer Person in ihrer Gesamtheit als soziales Geschlecht.

Das soziale Geschlecht umfasst alles, was typisch ist für einen Mann oder eine Frau.

Im Laufe der Zeit ist dadurch sprachgeschichtlich eine Unterscheidung entstanden, die sich unter anderem darin zeigt, dass man „ich gehe zum Arzt“ sagt und schreibt, obwohl dieser Arzt eine Frau ist. Das liegt daran, dass viele Berufe bislang hauptsächlich von Frauen oder Männern ergriffen werden. So ist uns eher die Erzieherin als der Erzieher, der Polizist als die Polizistin etc. geläufig.

Gendern im Sprachgebrauch soll nun ein Zeichen setzen für Gleichberechtigung, also dafür, dass alle Menschen gleich sind und daher auch gleichbehandelt werden sollten. Ein Aspekt, der nicht nur in Bezug auf die Unterscheidung Mann und Frau in unserer Gesellschaft leider wieder einen größeren Stellenwert einnehmen muss.

Welche Gender-Möglichkeiten gibt es für das geschriebene Wort?

Im geschriebenen Text hast du genau fünf Möglichkeiten zu gendern.

  1. Doppelpunkt: Lehrer:in
  2. Sternchen: Erzieher*in
  3. Binnen-I: LehrerIn, ErzieherInnen
  4. Schrägstrich: Lehrer/in, Erzieher/in
  5. beide Geschlechter nennen: Arzt und Ärztin, Lehrerinnen und Lehrer, Texter und Texterin

Welche Form du wählst, bleibt deinen persönlichen Vorlieben überlassen. Ich persönlich mag das Sternchen am liebsten.

Was mache ich mit dem Artikel?

Dann stellt sich noch die Frage: „Was mache ich mit dem Artikel – in welche Richtung gendere ich da? Schreibe ich also der Lehrer*in oder die Lehrer*in? Hier hat sich allgemein durchgesetzt, dass im gegenderten Text der weibliche Artikel verwendet wird.

  • die oder eine Lehrer*in
  • die oder eine Erzieher*in
  • die oder eine Schüler*in etc.

Persönlicher Exkurs: An dieser Stelle komme ich ehrlich gesagt am meisten ins Grübeln. Entspricht diese Form des Genderns immer noch dem Sinne der Gleichbehandlung. In meinen Augen nicht, denn hier bekommt doch glasklar die weibliche Form den Vorzug. Tja, ich bin gespannt, wohin sich das noch entwickeln mag.

Welche Auswirkungen haben Gender-Sternchen, -Doppelpunkt und Co. auf meine SEO?

Doch welche Auswirkung hat das Gender-Sternchen oder auch der Doppelpunkt etc. nun konkret für die SEO und damit natürlich auch auf das Ranking deiner Texte? Kurze Antwort: Das ist noch nicht ganz geklärt. Der Google-Algorithmus befindet sich diesbezüglich aktuell noch in der Lernphase.

Lange Antwort: Suchmaschinen können daher im Allgemeinen noch nichts mit Gendersternchen, Doppelpunkt und Schrägstrich anfangen.

  • Bei Sternchen und Doppelpunkt erkennen sie meist nur die männliche Form und lassen diese dann ins Ranking mit einfließen.
  • Das Binnen-I impliziert die weibliche Form.
  • Der Schrägstrich ist bezüglich SEO die schlechteste Variante.

Lasst uns den Schrägstrich daher noch etwas näher betrachten. Warum das die schlechteste Variante ist, das zeigt sich deutlich, wenn man das gegenderte Wort zusammen mit dem Artikel in den unterschiedlichen Deklinationen betrachtet:

  • Im Nominativ (WER-Fall) ist noch alles okay: ein/e Lehrer/in
  • Im Dativ (also der WEM-Fall) wird es dann schon schwieriger: einem/er Lehrer/in
  • Genauso im Genitiv (WESSEN-Fall): eines/er Lehrers/in

Völlige Verwirrung würde ich sagen. Da kommt weder das menschliche Gehirn und auch kein Algorithmus mehr mit.

Fazit: Gendern JA oder NEIN? – meine Empfehlung

Sprache hat Macht – also warum sollen wir sie dann für die Botschaft“ ALLE SIND GLEICH und damit auch gleich zu behandeln“ nicht nutzen. Soweit alles gut.

Doch in Bezug auf die Suchmaschinenoptimierung stellen uns Gendersternchen und Co. leider hie und da noch ein Bein. Deshalb lautet meine Empfehlung.

Vergiss den Schrägstrich! Nutz stattdessen das Gendersternchen, Doppelpunkt oder Binnen-I.

Allerdings in dem Bewusstsein, dass Google und Co. (wenn du Sternchen oder Doppelpunkt benutzt) bislang nur die männlich Form erkennen und auch ins Ranking mit einfließen lassen. Beim Binnen-i hingegen die weibliche Form.

ABER

Google ist lernfähig und deshalb bin ich mir sicher, dass auch die Suchmaschinen irgendwann in der Lage dazu sind, das Gendersternchen und oder den Doppelpunkt in die Analyse mit einzubeziehen. Nur eben jetzt noch nicht.

Solltest du also ein speziell weibliches Keyword haben, dann ist mein Tipp: Lass das Sternchen weg. Benutze stattdessen

  • nur die weibliche Version oder
  • wähle die Variante „Leserin und Leser, Texterin und Texter, Erzieherin und Erzieher“ etc. oder
  • eben das Binnen-I. Denn hier bin ich mir sicher, dass auch wenn das I großgeschrieben wird, bleibt es doch in einem Wortverbund und so werden es die Suchmaschinen auch einordnen.

Sonderfall Produkttexte

Produkttexte machen es dir leicht, zumindest die Jacke, Hose oder das Shirt, bei denen es eine Version für den Mann und die andere für die Frau gibt. Da kannst du also getrost beim jeweils zum Produkt passenden Geschlecht bleiben. Alles andere wäre tatsächlich lächerlich. Bei Unisex-Produkten oder Hartwaren wie (Haushaltsgeräten, Möbel oder Spielen etc.) ist dann aber wieder die gegenderte Version angebracht, wenn du dich auf den anderen Seiten in deinem Online-Shop pro Gendern entschieden hast. 

Und ansonsten lautet mein Rat wie immer: alles easy, mach dir keinen Kopf und lass deinen Text fließen, denn auch hier gilt: Content ist King, SEO die Königin.

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Foto: pixabay.com

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